Seit Dezember 2004 sind wir dabei, im alten Wasserwerk an der Stempfermühle eine karsthydrologische Forschungsstation einzurichten. In einem eigens dazu ausgestatteten Raum wird über eine direkte Leitung aus dem Quellschacht Wasser zugeführt und über geeignete Meßeinrichtungen auf zahlreiche Parameter hin laufend untersucht. Datenlogger speichern die Meßwerte, die über eigene Computerprogramme ausgewertet werden können. Oberflächenstationen sollen Niederschlagswerte in einem Radius von 20km erfassen. Das Meßfeld reicht bis ins obere Pegnitzgebiet.

Auch hier werden wir von der Industrie unterstützt. Die Firma OTT Hydrometrie hat uns ein Pegelmeßsystem zur Verfügung gestellt, mit dem im Quellschacht Pegeländerungen von 1mm aufgezeichnet werden können. Eine Datenleitung liefert die Werte an einen Datenlogger im Meßraum.

Von dem systematischen Monitoring der Quelle sind interessante Erkenntnisse über die Struktur ihres Zuleitungssystems, dessen Größe und seiner Funktion zu erwarten.

Hauptquelle
Hauptquelle

Weiterhin werden die Daten helfen das Einzugsgebiet der Stempfermühlquelle zu definieren. Die Quelle schüttet ca. 550l/s und ist die stärkste Karstquelle im nördlichen Frankenjura. Durch Markierungsversuche konnten bereits Nachweise erbracht werden, doch darf angenommen werden, daß das Einzugsgebiet weit größer ist, als bisher durch diese Versuche nachgewiesen.

So wird in Zukunft das Labor an der Teufelshöhle und die karsthydrologische Station an der Stempfermühle gemeinsam Erkenntnisse liefern, die zum Verständnis der hydromechanischen und chemischen Vorgänge in dem ausgedehnten Karstkörper zwischen Wiesent, Pegnitz und Truppach beitragen werden.

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