Schneekegelhöhle 21.10.-23.10.2005

Teilnehmer:
  • Wilfried Lorenz, FHKF
  • Nils Naarmann, FHKF
  • Thomas Schneider, FHKF
  • Thomas Bayn, FHKF
  • Sven Wölfel, FHKF

Freitag
In der Früh war es mal wieder so weit. Die schwer gepackten Rucksäcke wurden ins Auto verstaut und man begab sich Richtung Österreich. Für heuer unsere letzte Expedition und dafür hatten wir uns einiges vorgenommen.

Gegen Mittag trafen wir auch Wilfried und Thomas B. am vereinbarten Treffpunkt, so dass es nicht mehr lange dauerte und wir bei schönstem Fönwetter (20°) und herrlicher Herbstfärbung den Aufstieg zur Höhle antreten konnten.
Die bereits gewohnten Raststellen wurden anvisiert und so fanden wir uns an der Quelle ein, wo nicht nur ein Schluck Wasser getankt, sondern auch die Wassertemperatur gemessen wurde (6,7°C).

Weiter ging’s, auch wenn der Rucksack gefühlsmäßig schwerer wurde. Wir schraubten uns weiter hinauf bis wir aus dem schattigen Wald in die sonnigen Abschnitte gelangten. An der Höhle angelangt, legten wir eine kurze Rast ein und statteten dem Tagschacht ein Besuch ab. Nach einem tiefen Blick suchten wir die Nähere Umgebung nach weiteren Eingängen ab.

Im Biwak angelangt wurden die Schlafplätze erweitert und saniert. Nun ist großzügig Platz für min. fünf Höhlenforscher und deren Material und Gepäck.

Voller Tatendrang suchten wir die aufgestellten Fallen ab und fanden einige Neobisien der Gattung aueri und einige Collembolen, die wir bereits durch Herrn Dr. Prof. E. Christian (Universität Wien) bestimmen ließen. (Alles edemische Arten des „Toten Gebirges“ und bereits bekannt.) Im Tagschachtbereich wurden jedoch, für uns unbekannte Gliederfüssler entdeckt, die wir bereits zur näheren Bestimmung abgegeben haben – dass es sich hier um unfreiwillige Besucher handelt ist nicht ausgeschlossen!

Ebenfalls wurden bereits hier die ersten Temperaturdatenlogger, von Hr. Prof. Pavuza (Naturhistorisches Museum Wien), positioniert um dem Höhlenklima auf die Schliche zu kommen.

Samstag
Nach einer Mütze voll Schlaf und einem guten Frühstück begannen Thomas S., Wilfried und Nils mit der Nachvermessung der „alten Teile“.

Da es für Thomas B. die erste Befahrung dieser und überhaupt einer alpinen Höhle war, zeigte Sven ihm einige Teile der Höhle und fertigte währenddessen einige Fotos für die Dokumentation der Eisstände an.

Nach der Mittagspause teilten wir uns in zwei Vermessungstrupps auf:
Thomas S., Wilfried und Thomas B. bildeten ein Team und vermaßen den gesamten restlichen Teil zum Schneekegel.
Nils und Sven bildeten den anderen Trupp und vermaßen das Kolkland, wobei sie auf eine interessante Stelle stießen – „Der Erdnußspender“.

Sonntag
Nach dem Frühstück packten Wilfried und Sven bereits ihre Rucksäcke, um einen Gipfel zu besteigen, der einen guten Überblick über das Forschungsgebiet garantiert. Die Anderen begannen derweil mit der Nachvermessung des Grossen Versturzes und konnten somit das anvisierte Pensum um ein vielfaches erhöhen. In diesen zwei Tagen wurden 470m (Messzuglänge) vermessen.

Das gute Wetter hielt an, so dass einem gemeinsamen Abstieg ins Tal nichts im Wege stand.
Rundum eine perfekte Tour!

Text: Nils Naarmann
Fotos:Sven Wölfel
28. Oktober 2005 | Tags: , | Kategorie Almberg-Höhlensystem


Stand der Vermessungsarbeiten Oktober 2005 Ponorsaison eröffnet

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