Teilnehmer: Thomas Bayn, Thomas Weingärtner, Bernd Muhr, Wilfried Lorenz

Samstag
Nach einigen letzten Vorbereitungen sind wir endlich gegen 10.00 Uhr losgekommen. Deshalb erreichten wir auch erst gegen 15.00 Uhr die Talstation der Seilbahn. Gernot erwartete uns schon sehnsüchtig, und so startete die Gondel sofort nach dem Beladen in Richtung Appelhaus. So schön wie das Gepäck hatten wir es nicht, und machten uns zu Fuß auf den Weg. Am Appelhaus angekommen legten wir uns erst mal auf die faule Haut. Eigentlich sollte die Tour ja schon am Freitag starten, doch wir sind wegen der schlechten Wetteraussichten erst am Samstag losgefahren. Dafür kommen wir in den Genuss des Irischen Abends am Appelhaus. Gegen 19.00 haben wir uns das irische Menü munden lassen: Whisky, Cellery Soup, Shepperts Pie, Irish Stew und Irish Cream waren phantstisch und selbst für solch verwöhnte Gäste wie uns ein Erlebniss. Dazu gab es handgemachte irische Musik (Toni spielte dabei die Fiedel).

Sonntag
Am Sonntag ging es dann in die Schneekegelhöhle, Auch hier wieder als erstes Biwak machen und Schlafstellen testen. Nach einem 4 Stunden Dauertest haben wir uns dann doch noch entschlossen den Tag nicht ganz nutzlos verstreichen zu lassen und machten und um 20.30 Uhr auf den Weg die Eisstandsmarken abzulesen und neu einzubohren. Da der Eisrückgang doch rasanter vor sich geht, mussten die Messplatten mit längeren Stützen im Eis verankert werden. Leider gab nach den ersten 6 Bohrungen der Akku seinen Geist auf. Und wir haben uns noch zwei Stunden am Erdnussspender vergnügt.

Montag.
Der Weg zur Almberg- Eis- und Tropfsteinhöhle endet im Latschendickicht. Irgendwie sind wir vom Weg abgekommen und stehen mitten in der Pampa. Aber nach einigen Fehlversuchen gelangen wir doch an den Höhleneingang. Es herrscht kräftige Bewetterung und so peilen wir erst einige Polygonzüge und zeichnen sie vor der Höhle aufs Papier, um dann die Raumkontouren etc. wieder in der Höhle zu zeichnen. Die Höhle ist so gut wie eisfrei, nur ein winziger Klecks an der Eismadonna ist noch übrig (ca. 30 x 40 x 5 cm). Wir finden eine noch nicht im Plan eingezeichnete Fortsetzung bei der Eismadonna, erst über eine schräge Ebene in eine weitere Kammer hinauf und von dort nach rechts in einen engen Schluf, der zu einem Röhrenlabyrint führt. Am späten Abend treten wir im Schein der Karbitlampen den Rückweg an. Völlig durchgeschwitzt erreichen wir gegen 21:45 Uhr den SK-Eingang.

Dienstag
Ein neuer Tag, ein neuer Weg zur AET. Diesmal haben wir uns erst später vom eigentlichen Weg entfernt. So treffen wir auf den Oberen Eingang der AET. Kurz darauf stehen wir wieder am unteren Eingang und rüsten uns für den Tag in der Höhle. Wir zeichnen noch bis MP 4/12 und legen noch einige weitere Polygonzüge. Heute übernachten wir auf dem Appelhaus, auch ein Duschmärkchen wird verbraten.

Mittwoch
Der Mittwoch wurde in erster Linie als Ruhe- und Vorbereitungstag genutzt. Akku aufladen, Ausruhen, Feldtelefon erfolgreich testen etc. Feldtelefon? Dank des umfangreichen Materiallagers im Verein war es uns möglich mit einem alten Feldtelefon über die Seilbahn-Stahlseile trotz Funkloch Kontakt zum Appelhaus herzustellen. Desweiteren wurden die restlichen Eisstandsmarken neu eingebohrt und mit längeren Stützen versehen. Der Tag war fast vorbei, da konnten noch einige Meter Neuland in der Schneekegelhöhle an der Eisigen Falle befahren werden. Ein abgeschmolzener Eisvorhang machte den Weg frei.

Donnerstag
Nachdem wir zum ersten Mal den Weg zur AET ohne irgendwelche Specials genommen haben, vermessen wir die Höhle bis zum sogenannten Geisterschluf. Die letzten Messzüge sind überaus schwierig, auf dem Bauch liegend in starker Bewetterung bläst es einem fast das Karbitlicht aus. Nachdem wir noch den Weiterweg sondiert haben, packen wir alle Sachen zusammen und treten den Rückweg an.

Letzter MP: 22.

Freitag:
Leider wurden wir krankheitsbedingt dezimiert, so dass Thomas B. zur schnellen Genesung zum Appelhaus gehen musste. So wurde die Zeit genutzt, das Neuland in der Eisigen Falle zu vermessen, den Erdnussspender um weitere Kubukmeter Schuttvolumen zu erleichtern und das Biwak zupacken. Die Nebenkammer der Eisigen Falle erwies sich dabei bei anhaltendem Regen als gute Dusche, so dass wir davon ausgehen, dass diese Kammer im Winter schnell wieder vollständig vereisen wird.

Samstag und Sonntag
Über das Wochenende verteilt steigen wir ab und treten die letzte Rückreise für dieses Jahr an. Wir nehmen erneut viele Eindrücke, einige Meter vermessene GGL und noch viel mehr offene Fortsetzungen mit in den Winter.

Text: Thomas Bayn, Thomas Weingärtner Fotos: Thomas Weingärtner
31. März 2008 | Tags: , | Kategorie Almberg-Höhlensystem


Der Burgbrunnen auf der Burganlage in Burgthann Eimerbergung in der Altstadt

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