Am 13. April 2008 sollte lt. Wetterbericht ein angenehmer Tag werden. Nachdem in den Tagen vorher der Himmel immer wieder seine Schleusen kräftig öffnete wollten wir – Elke Lechler und Bernhard Nerreter – doch mal sehen, ob die Hungerbrunnen im Leinleitertal etwas Feuchtigkeit abgeben. Schon bei der Fahrt über Heiligenstadt war offensichtlich, dass leichtes Hochwasser den Bach auf fast doppelte Breite anwachsen lies. An den Parkmöglichkeiten angekommen, stellten wir fest, dass diese Idee nicht nur wir hatten – so viele Autos hatte ich hier noch nicht gesehen. Blauäugig gingen wir den normalen Wanderweg Richtung Quellfassung rechts am Gasthaus vorbei. Der Weg zur Quelle war uns dann aber bereits durch einen rauschenden Bach, der in Talmitte verlief, versperrt. Unser Weiterweg wurde uns am ersten Prallhang (orographisch linkes Ufer) durch den kräftigen Bach verwehrt.

Hungerbrunnen im Leinleitertal

Hungerbrunnen im Leinleitertal



Entweder den steilen Berghang rauf und oben weiter, oder zurück – oder durch den Bach. Nachdem die ersten beiden Möglichkeiten nicht in Frage kamen (der Hang war wirklich steil) wurden in Ermangelung von Gummistiefeln, die Schuhe und Strümpfe ausgezogen und an einer Furth der Bach gequert. Am anderen Ufer liefen wir dann bis zu den beiden Hungerbrunnenauslässen, die nahe beieinander liegen, weiter. Am ersten kam der kräftigere Strom heraus, so dass wir wiederum die Seite wechselten und die “Quelle” näher betrachteten. An normalen Tagen kann der Wasserauslass einige Meter weit talaufwärts “beschluft ” werden – nach kurzer Strecke relativ eng – aber ziemlich weit. Heute dürften hier ca’ 120 l/sec ausgetreten sein. Interessant ist außerdem, dass die normale Leinleiterquelle am rechten Ufer, die Tummler sich jedoch links befinden. Anscheinend unterquert der heutige Abflußhorizont das Trockental. Der Rückweg führte uns dann noch zur gefassten Leinleiterquelle, die mit starkem Druck an den verschiedenen Austrittsstellen zu Tage trat.

Hungerbrunnen im Leinleitertal

Hungerbrunnen im Leinleitertal



Bernhard Nerreter


Erstes Open-Air-SRT-Training 2008 Almberg – extreme

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