Die Flembachhütte (Foto: Stefan Sörgel )
Die Flembachhütte (Foto: Stefan Sörgel )

Das Exkursionswochenende durch die Nördliche Fränkische Alb erbrachte spannende Einblicke in den Aufbau unseres heimischen Karstgebietes.

Als Stützpunkt diente Freitag bis Sonntag 5. bis 7. April 2019 das idyllisch gelegene und gemütliche Naturfreundehaus Flembachhütte im Flembachtal bei Auerbach/Opf.

Unser Gründungs- und Ehrenmitglied Fritz Schulze-Zachau übermittelte seine – in Jahrzehnten Höhlenforschung gesammelte – Geologie-Leidenschaft an zwölf interessierte Vereinsmitglieder.

 

 

Der Referent für Aus- und Weiterbildung, Stefan Sörgel trug organisatorisch und moderierend zum Gelingen bei. Dabei entwickelte sich die Kameradschaft unter den Mitgliedern zu einem prima Gemeinschaftserlebnis.

Referenten und Organisator auf Exkursion (Foto: Nicole Jindra)
Referent und Organisator auf Exkursion (Foto: Nicole Jindra)

Am Freitagabend wurde zunächst die Hütte „eingenommen“. Nach einem opulenten Leberkäs- und Gemüselasagne-Gericht erfolgte durch Fritz eine intensive Einführung in die Erdgeschichte bis hin zur Entwicklung der Fränkischen Alb. Viele Bilder und geologische Karten ergänzten den Vortrag. Abschließend gab Fritz einen Ausblick auf den folgenden Exkursionstag mit über 200 km angekündigter Autostrecke zu geologisch interessanten Punkten quer durch die Nördliche Alblandschaft.

Ammonitenfund in einem Gedenkstein (Foto: Nicole Jindra )
Ammonitenfund in einem Gedenkstein (Foto: Nicole Jindra )

Nach einem gehaltvollen Frühstück wurden Lunch-Pakete gepackt und der erste Treffpunkt in Schnaittach am Autohof angesteuert. Von dort folgten etwa 15 Stationen, die Überblick oder Details der fränkischen Geologie zum Anfassen geboten hatten. Nördlichster und zugleich höchstgelegenster Punkt war die Hohenmirsberger Platte, die wegen einer Aufschiebung eine geologische Überraschung bot: wir konnten hier nicht die obersten Deckschichten antreffen. Am späten Abend wurde der lange und intensive Tag mit einem leckeren Gulasch- bzw. Nudelgericht belohnt. Danach erfolgte eine Zusammenfassung im Dialog zwischen Fritz, Stefan und den Kameraden, wobei Stefan auf einem Flipchart die besuchten Punkte geologischen Schichten und Alter zuordnete. Damit wurden die vielen Infos vom Tage noch einmal wiederholt und übersichtlich zusammengefasst. Mit  seiner Lebenssammlung an Gesteinen und Fossilien, natürlich geordnet nach geologischem Schichtaufbau, beendete Fritz den abwechslungsreichen Tag.

Die Teilnehmer blicken von der Hohenmirsberger Platte nach auf die Fränkische Kuppenalb Richtung Süden (Foto: Nicole Jindra)
Die Teilnehmer blicken von der Hohenmirsberger Platte nach auf die Fränkische Kuppenalb Richtung Süden (Foto: Nicole Jindra)

Nach dem Frühstück wurde gleich am Sonntagmorgen die Hütte gereinigt und zurückgegeben, damit der Start zu einer Reihe an Exkursionspunkten auf der nordöstlichen Seite der Fränkischen Alb und ins Bruchschollenland möglich war. Höhepunkt dabei war eine eineinhalbstündige Sonderführung im Bergbaumuseum Maffeischächte Auerbach bei Nitzlbuch, die extra für uns vorzeitig geöffnet hatten.
Nach weiteren geologischen Leckerbissen endete das Seminar mit einer etwas geschrumpften Kameradschaft  in der Hahnbacher Mulde auf dem Frohnberg in der dortigen Gastronomie.

Ein ausführlicher Bericht folgt im Fränkischen Höhlenspiegel – Ein Dank vorab geht an Renate Illmann, die akribische Aufzeichnungen und Fotos gemacht hatte.

Ein Riesiges Dankeschön möchte ich Fritz entgegenbringen, der sein fundiertes Geologie Wissen hoch engagiert, praxisgerecht und unterhaltsam an seine Kameraden weitergegeben hat!

Nun bleibt die Vorfreude auf den Artikel im Fränkischen Höhlenspiegel 2019… und auf die nächsten Ausbildungsveranstaltungen und vielfältigen Forschungstaten dieses Jahres …

Text: Stefan Sörgel


Fränkischer Höhlenspiegel Nr. 62 erschienen

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