Entdeckung der Schneekegelhöhle
Auf der Suche nach der Almberg Eis-und Tropfsteinhöhle wird die damals noch völlig unbekannte Schneekegelhöhle zufällig von Mitgliedern der FHKF und des Verein für Höhlenkunde München im Sommer 1978 entdeckt. Zunächst sind sich die Teilnehmer ihrer Neuentdeckung gar nicht bewusst. Erst als der mitgebrachte Höhlenplan nicht zu stimmen scheint werden sie stutzig…

Rast beim Aufstieg

Rast beim Aufstieg

Eisstromhalle

Eisstromhalle

Es folgen viele Forschungs- und Vermessungstouren, bei denen auch eine Fotodokumentation erstellt wird. Doch schließlich scheint die Schneekegelhöhle völlig erforscht; es können keine neuen Teile mehr entdeckt werden. Im Jahr 1979 hat die Schneekegelhöhle, nach abgeschlossener Vermessung, 810 Meter Gesamtganglänge, einen Höhenunterschied von 94 Metern. Hauptattraktion der Höhle sind die großen Eisflächen der Eisstromhalle, bizarre Eisbildungen am Eissee und der Schneekegel, der sich unter einem Tagschacht gebildet hat und für die Namensgebung ausschlaggebend war. Nachdem die Höhle erforscht zu sein scheint, richten die Forscher ihre Interessen auf andere Forschungsprojekte und es wird still um die Schneekegelhöhle…

Eisstromhalle

Eisstromhalle

Vermessung

Vermessung


Eisnadel

Eisnadel

Schneekegel

Schneekegel

Wiederaufnahme der Forschung 2004
…. bis auf einmal, während einer Höhlenbefahrung durch einen der Entdecker, ein neuer Gang entdeckt wird, der durch den Rückgang der Eisfläche in der Eisstromhalle freigegeben wurde. Aufs Neue ist der Forschungsenthusiasmus zurückgekehrt und so organisiert der Verein Forschungsgruppe Höhle und Karst Franken e.V. (FHKF) in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Verein für Höhlenkunde in Obersteier (VHO) im August 2004 ein Forschungslager in der Schneekegelhöhle.
In insgesamt 5 Tagen, die von den Forschern in der Schneekegelhöhle verbracht werden, können mehrere vielversprechende Fortsetzungen entdeckt werden. Darunter der Schlüsselcanyon, der stetig abwärts in ein wahres Gang- und Schachtlabyrinth zu führen scheint und die Fortsetzung in der Eisnadelspalte, die aufgrund ihres Aussehens „Dickdarm“ getauft wurde. Während nur zwei Tagen Vermessung konnte die Gesamttiefe der Schneekegelhöhle um fast 50% vergrößert werden. Grund für die möglich gewordenen Neuentdeckungen ist vor allem die Eisschmelze der Schneekegelhöhle.

Es folgen zahlreiche Forschungstouren, welche die Gesamtganglänge der Schneekegelhöhle rasch über 2 Kilometer treiben. Große Hallen, Schächte, verwinkelte Gänge und zahlreiche Kletterstellen wechseln sich ab. Eine Befahrung der Schneekegelhöhle ist dadurch technisch anspruchsvoll.

Eine große Schachtserie (Traumcanyon) ermöglicht es, das Horizontalhöhlenniveau der Schneekegelhöhle zu verlassen. Über einen 100m tiefen Direktschacht und weitere kleinere Schächte konnte in fast 300m Tiefe vorgestoßen werden und ein aktiver Wasserlauf gefunden werden. Die Forschung in diesem Bereich ist besonders schwierig, da witterungsbedingt immer nur ein kleines Zeitfenster für weitere Vorstöße zur Verfügung steht.

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